Kenne deine Grenzen! Was geht noch oder eben auch nicht?

30.07.2015

Im Rahmen eines 2-tägigen Workshops in den Faschingsferien 2015 hatten die Jugendlichen der Therapeutischen Wohngruppe in der Hinteren Cramergasse die Aufgabe, einen eigenen Standpunkt zum Thema "Verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol und Cannabis" zu entwickeln. Beide Stimulanzien erhalten in Kombination mit Psychopharmaka und den besonderen Beeinträchtigungen durch psychische Belastungen oder Erkrankungen noch eine ganz besonders schwerwiegende Bedeutung, die weit über die Entwicklungsaufgaben junger Menscghen hinaus geht. Der Betreuungserfolg und die Alltagsbewältigung stehen hier in einem direkten Zusammenhang. Daher unser Versuch Informationen zu vermitteln, damit Einsicht in diese Problematik erfolgen kann und eine eigene Haltung möglich wird.

Wir sehen dieses Bemühen als einen Baustein in dem gesamten Bereich stimmungsbeeinflussender Stoffe, wie Energydrinks, Psychopharmaka, Alkohol, Drogen, Krätermischungen, ein förderliches Bewußtsein zu schaffen, wie jugendliche Neugier und dem Alter entsprechendes Ausprobieren mit den besonderen Voraussetzungen psychisch erkrankter oder von seelischer Behinderung bedrohter junger Menschen in Einklang zu bringen ist.
Der Schwerpunkt des ersten Tages lag darauf, das eigene Trinkverhalten genauer zu betrachten, d.h. es ging um die Fragen
· Was trinke ich?
· Wie viel trinke ich davon?
· Welche positiven und negativen Auswirkungen hat das auf mich und mein Umfeld?
· Habe ich mein Trinkverhalten (noch) im Griff?
In diesem Zusammenhang hatten die Jugendlichen die Aufgabe, eigene Promillewerte zu berechnen (eine detaillierte Anleitung ist dem Flyer zu entnehmen).
Am zweiten Tag ging es darum, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen. Neben dem Austausch über individuelle Motive für den Alkohol- und/oder Cannabiskonsum, ging es auch darum, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, mit dem Ziel, sich weniger am Konsumverhalten anderer zu orientieren, sondern an eigenen, individuellen Faktoren (Medikamenteneinnahme, Gewicht, Stimmungslage usw.) und Zielen (z.B. weniger trinken, wegen Prüfung am nächsten Tag).
Zum Abschluss erarbeitet die Gruppe gemeinsam einen Flyer mit "Tipps zum Umgang mit Alkohol", der nun zum Download bereit steht.