Klettertherapie bei Step e. V.

15.08.2016

Seit einiger Zeit bieten wir therapeutisches Klettern für Jugendliche mit psychischen Beeinträchtigungen, in unserer Wohngruppe von Step e. V. an. Dicki Korb ist ausgebildeter Klettertherapeut und verfügt über langjährige Erfahrungen im Klettern mit psychisch erkrankten Jugendlichen.

Regelmäßig donnerstags von 9:00 bis 11.00 treffen wir uns in der Boulderhalle Cafe Kraft in Nürnberg, wo wir zu günstigen Konditionen Klettern können. Wenn sich am Wochenende die Gelegenheit bietet, fahren wir auch mal raus in die Fränkische Schweiz, wo wir auch einmal im Jahr unsere erlebnispädagogische Sommerfreizeit verbringen, bei der das Klettern natürlich nicht fehlen darf .

Im Cafe Kraft gehen wir „Bouldern“, was bedeutet, dass man in Absprunghöhe klettert, wobei der Hallenboden mit weichen Matten ausgelegt ist und die Verletzungsgefahr hierdurch minimiert ist.
Im Gegensatz zum Klettern mit Seil und Gurt, ist das Bouldern wesentlich unkomplizierter, da man nicht warten muss, bis man wieder gesichert wird. Die Jugendlichen können sich nach einer Einweisung frei in der Halle bewegen und sich an den verschiedenen Boulderproblemen (so nennt man die Kletterrouten beim Bouldern) versuchen.

 

 © privat
© privat

Die therapeutischen Aspekte hierbei sind sehr vielseitig. Jeder kann sich individuellen physischen und psychischen Herausforderungen stellen und daran wachsen. Diese lassen sich beim Bouldern sehr gut dosieren, so können die Jugendlichen immer wieder abspringen oder abklettern, wenn es ihnen zu schwierig oder zu hoch wird.

Das Erleben von Anspannung und Entspannung ist ein wichtiger Faktor dabei: sich spüren, etwas aus eigener Kraft schaffen, dranbleiben, auch wenn es mal schwierig wird, nochmal versuchen, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, Schritt für Schritt ein Stück weiterkommen.